Don't miss

Heimkino-Klassenkampf?

By on August 12, 2013
Heimkino TW9100 3LCD 3D

Wer Sich Heute einen professionellen Full HD Projektor für sein Heimkino zulegen möchte, kommt am Epson EH-TW9100W, dem JVC DLA X55 und dem Sony VPL-HW50ES nicht vorbei. Jeder ist eine Klasse für sich, mit seinen eigenen Vorzüge.

 

Wenn es um Helligkeit geht ist der Epson die beste Wahl. Mit seinen 2400 Ansi-Lumen ist er die 3D-Lichtkanone unter den 3 Giganten.

tw9100w_550x310.png.nac.png

 

Durch den sehr großen Lens-Shift von 96,4% vertikal und 47,1% horizontal und seinen 2,1-fachen optischen Zoom ist eine Positionierung im kompletten Raum ohne qualitative Verluste sichergestellt. Epson punktet bei seinem Topmodell mit innovativer Technologie, die auch noch leicht zu bedienen ist. Mit den 3 LCD-Panels  hebt er sich, durch seine sehr natürliche Farbwiedergabe, von Konkurrenten seiner Klasse ab. Ein weiterer Vorteil des TW9100W ist die Möglichkeit bis zu 5 HDMI-Signale über Funk an den Projektor zu übertragen und für ein weiteres Gerät durchzuschleifen. Alle gängigen HDMI-Geräte werden an den Funksender

angeschlossen, den Rest regelt der Epson. Die Signalübertragung erfolgt verlustfrei und reicht auch durch Wände bis zu 20 Meter weit. Somit entfällt die komplette lästige Verkabelung an der Decke.

 

 

 

Für Fans von dunklen Szenen ohne Detailverlust ist der JVC D-ILA X55  mit seinem nativen Kontrast von 50.000:1 eine Überlegung wert. Durch Seine L-COS-Technologie kann der X55 im 2D-Modus alles an Schwarzwert rauskitzeln, was nötig ist, um echtes Schwarz auf die Leinwand zu bringen.

4K?29614 Was ist das und braucht das überhaupt heute schon jemand? Echtes 4K Material ist noch sehr rar und Zuspieler gibt es auch noch sehr wenige. Trotzdem haben der JVC X55 und seine großen Brüder X75 und X95 4K mit an Board! Oder doch Nicht?

Schwierige Frage. Der X55 ist der erste JVC-Projektor mit e-shift2 Technik. Das bedeutet: der JVC projiziert sein Bild durch zwei, um ein halbes Pixel verschobene, FullHD Einheiten und kommt somit auf 3840×2160 Pixel. Genau die gleiche Anzahl wie bei echtem 4K. Aber doch eben nicht echt erzeugt.

Der Vorteil der e-shift-Technik ist das Hinzufügen von zusätzlichen Pixel mit dem Ziel das Bild deutlich zu schärfen. Und das funktioniert richtig gut. FullHD Material sieht super knackig aus und verliert durch die Interpolarisation seine Pixelstruktur fast vollständig.

Im 3D Betrieb funktioniert die 4K-Technik leider nicht. Allerdings hat JVC es geschaft, im Vergleich zu der Vorgängergeneration (X30, X70, X90), bei der 3D-Projektion nochmals eine ordentliche Schippe draufzupacken. Der extrem auffällige Crosstalk bei der kleineren Vorjahresvariante X30 ist annähernd  komplett verschwunden. Nur gelegentlich, wenn man wirklich sehr darauf achtet, fällt es dem Betrachter ins Auge. Das Bild wirkt sehr scharf und ist von der Farbgebung extrem natürlich.

Allerdings ist das Bild in 3D nur die Vorspeise, denn sein wahres Potential feuert der JVC im 2D-Bereich ab.

Seine Vorteile im 2D Bereich sind so überragend, dass es schwer ist einen Anfang zu finden über den man schwärmt.

Ob das Hauptfeature e-shift2 oder sein Bomben-Kontrast, Clear Motion-Drive oder Kalibrierungsmöglichkeiten.

Im Bereich des Kontrasts war JVC mit D-Ila (LCoS) Technik seit dem JVC-HD1 Klassenbester. Im X55 haben wir einen überragenden Schwarz-Wert, ohne eine dynamische Iris wie bei den anderen beiden Geräten und erhalten trotzdem sehr natürliche, helle und farbintensive Bilder auf gleichem Niveau wie Projektoren mit LCD-Technik. Bei Projektoren mit dynamischer Iris-Funktion fällt dem geschulten Auge sofort das Nachregeln der Iris in dunklen Szenen auf. Der JVC braucht keine Iris und ist trotzdem schwärzer. Gerade in Filmen wie Star Wars oder die The Dark Knight Trilogie, Skyfall oder Sin-City fährt der X55 alles auf was möglich ist.

Für Fans von schnellen Sport-Übertragungen hat der JVC seine Clear Motion Technik, mit der das Bild über eine nahezu verzögerungsfreie und hochpräzise Interpolarisations-Technik von störenden Bewegungsunschärfen befreit wird. Auch für Gamer mit Spaß am richtig großen Bild sehr interessant.

Der Schwarzwert und die interpolierte „4K“-Schärfe sind alleine schon ein Kaufgrund.

On Top hat der JVC noch ein motorisiertes Objektiv mit fernbedienbarem Lens-shift (vertikal +-80% und horizontal 34%), Zoom und Focus.

Leider bleibt die Funktion sämtliche projektorspezifischen Einstellungen über den LAN-Port auszulesen, zu verändern, zu speichern und zurückzusenden nur seinen 2 größeren Brüdern (X75, X95) vorbehalten. Allerdings sind dem Enthusiasten schon beim X55 kaum Grenzen gesetzt sein „Schätzchen“ zu tunen. Wer es allerdings einfach möchte kann dem Projektor die Leinwandgröße, den Sitzabstand, sowie die Farbe der Wände angeben und sich dann entspannt zurücklehnen.

Filme in 21:9 ohne Pixelverlust durch schwarze Balken? Auch kein Problem! Der JVC hat über die Lens-Memory-Funktion die Option bis zu 5 unterschiedliche Optik-Einstellungen zu speichern. Mit einer optional von Drittherstellern erhältlichen anamorphotischen Vorsatzlinse können Sie ohne jedes Mal groß am Projektor rumzuspielen mit nur einem Knopfdruck zwischen 16:9, verlustfreiem 21:9 oder 21:9 mit Untertiteln außerhalb des Bildes wählen.

Bei der Lichtleistung kann er mit Epson und Sony leider nicht mithalten. Sein volles Potential kommt in komplett abgedunkelten Räumen zum Vorschein.

 

Der Sony HW50ES steht genau zwischen seinen beiden Heimkino Mitstreitern. Preislich und von der Leistung.

sonyhw50

 

Sony sticht mit um die 3200€  in eine Region die bis jetzt preislich für LCoS-Geräten nicht möglich war.

Der native Kontrast ist beim HW50ES mit 100.000:1 doppelt so hoch wie bei JVC X55. Allerdings setzt Sony auf eine Mischung aus sehr hohem nativen Kontrast mit gleichzeitiger Abdunklung durch eine Blende. Epson kommt mit der gleichen Technik beim TW9100W auf 320.000:1. Diesen Wert dürfte man aber nur im Labor erreichen.

Bei der Helligkeit von 1700 Lumen und der Projektion im 3D-Modus kommt der Sony nicht an den Epson, ist aber besser als der JVC.

Der HW50ES punktet mit den extrem sauber arbeitenden Bildaufbereitungsprogrammen, 120 Hz Motionflow und Reality Creation. Mit Hilfe dieser Programme werden Zwischenbilder eingerechnet und die Kanten bei nicht Full HD-Material geglättet. Beides funktioniert auch im 3D-Modus.

Wenn es um Lens-Shift geht ist Sony leider Schlußlicht. Vertikal bietet er +-71% und horizontal immerhin +-25%

 

 Fazit:

Jeder der 3 Heimkino-Projektoren ist vom Preis-Leistungsverhältnis gleich. Jeder hat seine Vorteile und Nachteile.

Hier gilt: Wer mehr haben will, muss auch mehr bezahlen. Aber es lohnt sich!

 

 

Print Friendly

About Wicket

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unsere Google+ Seite